Jolanta Rubinowska

Jolanta Rubinowska

Endoskopie Pflegerin

Jolanta Rubinowska ist Endoskopie Pflegerin auf der Endoskopie Station eines unserer Schweizer Partner in Zürich. Ursprünglich aus Polen stammend, zog Frau Rubinowska erst nach Österreich und wurde dann von Korint in die Schweiz weitervermittelt. Nun, nachdem sie bereits einige Zeit in der Schweiz lebt und arbeitet, hat Korint noch einmal mit ihr gesprochen, um ihre Erfahrung mit Ihnen teilen zu können.

Frau Rubinowska, vielen Dank für das Gespräch. Können Sie sich und Ihren beruflichen Werdegang unseren Lesern kurz vorstellen?

Mein Name ist Jolanta Rubinowska. Bevor ich in die Schweiz kam, habe ich 20 Jahre in Wien gearbeitet, die letzten 15 davon im OP und Endoskopie Bereich. Ich habe zu Hause einmal gesagt, dass ich in einem anderen Land Erfahrungen sammeln möchte, sobald meine Kinder erwachsen sind. Meine Kinder haben sich das gemerkt und als sie dann erwachsen waren meine Bewerbung an Korint geschickt. Korint hat mir dann in der Uniklinik Zürich eine Stelle als Endoskopie Pflegerin angeboten. Es war die einzige Stelle, die ich mir angeschaut habe, denn ich war sofort überzeugt. Bis heute bin ich sehr zufrieden damit.

Warum wollten Sie ausgerechnet in die Schweiz?

Ich habe einmal eine Freundin besucht, die auch in Zürich arbeitet und ich habe mich hier sofort heimisch gefühlt. Das Land erinnert mich an meine Heimat, ich komme ursprünglich aus Polen. Und ich fand Zürich etwas gemütlicher als Wien. Das hat mich überzeugt hierher zu kommen. Mein Sohn hat dann die Bewerbung geschickt.

Wie ging der Kontakt mit Korint vonstatten, nachdem Korint Sie kontaktiert hat?

Ich kann nur sagen, dass ich mit lauter netten Menschen Kontakt hatte. Alle waren echt hilfsbereit. Ich habe alle Informationen bekommen, meistens schon, bevor ich überhaupt danach gefragt hatte. Sie haben mir außerdem eine temporäre Wohnung und ein Auto für die Probezeit angeboten. Allerdings brauchte ich das nicht, da ich in der Zeit bei Freunden untergekommen bin. Der eigentliche Umzug in die Schweiz verlief dann dank Korint auch problemlos.

Für mich war Korint der beste Weg, weil ich alles auf dem Silbertablett serviert bekommen habe. Ohne großen Aufwand. Hierher zu kommen war total einfach und ich würde es wieder tun.

Jolanta Rubinowska

Endoskopie Pflegerin

Wie gefällt es Ihnen bisher in der Schweiz?

Sehr gut. Sicher da ist die Sprachbarriere, ich kann bisher nur Deutsch und kein Schweizerdeutsch. Aber die Leute hier sind sehr offen und verständnisvoll und Deutsch ist kein Problem für sie. Ich war noch nie in der Situation, dass jemand kein Deutsch mit mir reden wollte. Aber man merkt den Unterschied schon. Wenn zwei Schweizer schnell miteinander reden, dann verstehe ich höchstens ein paar Worte.

Und die Schweizer selbst?

Außerhalb meiner Station habe ich echt nur nette und kommunikative Menschen getroffen. Das kann auch an mir liegen, weil ich sehr kommunikativ bin, aber ich habe hier keine Probleme gehabt. Unser Team ist recht international und da ist alles kein Problem. Bis zur Pension möchte ich gerne auf dieser Station arbeiten.

Was war der schönste Moment, den Sie in der Schweiz hatten?

Ich wohne hier in einer Personalwohnung. Und eines Tages habe ich eine polnische Tanzgruppe gefunden und innerhalb einer Woche habe ich eine Wohnung angeboten bekommen. Ich ziehe nächsten Monat um! Das war sehr schön.

Wie haben Sie denn Ihre jetzige Wohnung gefunden?

Die habe ich über die Klinik bekommen. Ich habe der Klinik mitgeteilt, dass ich eine Wohnung brauche und die haben mir dann eine Seite für Personalwohnungen geschickt. Die Wohnung, die ich gefunden habe, ist gleich am Ende der Straße. Aber die Wohnung ist sehr teuer im Vergleich zu Wien.

Ihr Diplom haben Sie Polen gemacht richtig? Mussten Sie Ihr Diplom in der Schweiz dann anerkennen lassen?

Richtig und dann habe ich es in Österreich noch spezialisiert. Die Klinik in der Schweiz hat mein Diplom so akzeptiert. Ich habe zwar alle Dokumente für die Anerkennung beim Roten Kreuz zusammengestellt, aber dann wurde mir gesagt, dass das gar nicht nötig ist.

Hatten Sie eine Probezeit?

Ja drei Monate. Dabei wurde ich auch gut auf meine späteren Aufgaben vorbereitet. Wie ist die Arbeitsatmosphäre in der Schweiz verglichen mit Österreich zum Beispiel?

Meine Erfahrung ist, dass in Österreich das Team mehr im Mittelpunkt steht, hier ist die Arbeitsweise etwas eigenständiger und individueller. Aber das ist nur mein Eindruck in der Endoskopie, ich denke, in anderen Bereichen ist die Atmosphäre ein wenig anders.

Wie waren Ihre ersten Arbeitsmonate in der Schweiz? Hat sich die Arbeit von Ihrer bisherigen Arbeit in Österreich unterschieden?

Die Unterschiede sind nicht so groß. Ich denke, Endoskopie ist ein Bereich der auf der ganzen Welt recht ähnlich funktioniert. Der einzige Unterschied, den ich bemerkt habe ist, dass in Österreich nur diplomierte Fachkräfte auf der Station arbeiten dürfen. Hier arbeiten auch andere nicht diplomierte Fachkräfte. Aber vom Niveau her ist es absolut vergleichbar. Ich hatte keine Probleme. Die Uni Klinik in Wien ist natürlich etwas größer als meine jetzige Klinik in der Schweiz. Daher war das Aufgabenspektrum dort etwas breiter, aber im Grunde sind meine Aufgaben dieselben.

Vielleicht ein paar Worte zur Pflege hier im Allgemeinen. Als Pfleger hier hat man mehr zu tun. Dabei meine ich nicht die pflegerischen Tätigkeiten, sondern mehr technische Aufgaben. Patienten zu verlegen und Waschen, hygienische aufgaben, das sind Tätigkeiten, die hier in die Pflege fallen. In Wien hatten wir dafür spezielles Personal und ich als Schwester war lediglich für den Patienten und die Untersuchung zuständig. Für alle anderen Tätigkeiten waren andere verantwortlich. Von der Seite ist die Arbeit daher körperlich belastender. Es gefällt mir aber trotzdem hier zu arbeiten.

Wie haben Sie sich in der Schweiz registriert?

Das habe ich gleich mit der Anmeldung auf dem Meldeamt miterledigt. Die Dame dort hat mich gefragt, ob ich bereits eine Aufenthaltsbewilligung habe oder ob Sie die für mich beantragen soll. Sie hat dann alle Dokumente für mich verschickt. Ich habe lediglich die Gebühr bezahlt und dann die Bewilligung nach Hause geschickt bekommen. Das ging schnell und ich musste nicht noch auf ein spezielles Amt. Es war sehr einfach.

Haben Sie Tipps für Leute, die ins Ausland gehen möchten?

Ich würde Ihnen empfehlen es über Korint zu probieren. Für mich war das der beste Weg, weil ich alles auf dem Silbertablett serviert bekommen habe. Ohne großen Aufwand. Hierher zu kommen war total einfach und ich würde es wieder tun. Ich habe mich hier eingelebt und es gefällt mir sehr gut.

Haben Sie sonst noch Tipps oder Hinweise für unentschlossene?

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, dann empfehle ich Ihnen einen längeren unbezahlten Urlaub zu nehmen und es hier für eine Zeit zu probieren. Manchmal muss man Dinge einfach probieren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.