Der 305. Tag im Jahr – Obgleich dieser Tag weltweit gefeiert wird, gibt es verschiedene Bräuche und Riten. In Deutschland zum Beispiel, herrscht in einigen Bundesländern ein Tanzverbot sowie laute Musik. Dies gilt auch für viele weitere europäische Länder. Dazu gehören unter anderem Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Belgien. Auch in manchen Schweizer Landesteilen (15 Kantone) ist dies ein gesetzlicher, arbeitsfreier Feiertag.

Der 305. Tag im Jahr – Traditionen, Events und Bräuche

 

Zu Allerheiligen werden vor allem auf Friedhöfen unzählige Kerzen angezündet. Obwohl das katholische Hochfest den Heiligen gewidmet ist, gedenken viele Menschen ihrer verstorbenen Verwandten und Bekannten. Gläubige Christen, besuchen an diesem Tag einen Gottesdienst und abendliche Andachten. Ein ähnlicher Brauch existiert in Italien, Belgien und Ungarn – dort werden die Gräber jedoch vor allem mit Blumen geschmückt. In Spanien, Portugal und Mexiko werden den Toten Opfergaben gewidmet. In Frankreich hingegen finden in der ersten Tageshälfte Gottesdienste zu Ehren der Heiligen statt, am späten Nachmittag und Abend gedenken auch hier die Menschen den Verstorbenen. Vielerorts werden die Gräber dekoriert. In einigen Regionen Deutschlands bereiten die Menschen ein Allerheiligengebäck aus Hefeteig – der sogenannte Seelenzopf – zu. Der Pate verschenkt es an das Patenkind.

Hintergrund und Geschichte

 

Der 305. Tag im Jahr – Die Ursprünge von Allerheiligen reichen viele hundert Jahre in die Vergangenheit. Griechische Christen pflegen bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. am Sonntag nach Pfingsten einen Gedenktag zu Ehren aller Märtyrer und Heiligen. Jedoch mit der steigenden Anzahl von Heiliggesprochenen wurde es zunehmend schwieriger, jedes einzelnen Heiligen an einem separaten Feiertag zu gedenken. Schließlich  wird deswegen bereits im 4. Jahrhundert Festtage zu Ehren aller Heiligen eingeführt.

 

In der Ostkirche Allerheiligenfeste, die als Herrentag aller Heiligen am 1. Sonntag nach Pfingsten gefeiert wurden. In der Westkirche weihte schließlich Papst Bonifatius IV. am 13. Mai 609 oder 610 das zuvor allen Göttern Roms geweihte Pantheon der Jungfrau Maria und allen Märtyrern. Zunächst am Freitag nach Ostern, da das Fest inhaltlich stark von Ostern und dem Pascha-Mysterium her geprägt ist. Über hundert Jahre später legt Papst Gregor III. für die Stadt Rom den Feiertag auf den 1. November. Anlass dafür war die Einweihung einer Kapelle in der Basilika St. Peter. Erst Ende des 8. Jahrhunderts begann man an diesem Tag das Fest vor allem auch in Frankreich zu feiern, und langsam verbreitete sich dieser Termin über die Westkirche und wird von Papst Gregor IV. 835 Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November festgelegt.

 

Manche Quellen verorten die Anfänge des Festes sogar noch früher, im Jahre 270 n. Chr. – zum genauen Datum dieses Feiertages ist jedoch nichts überliefert.