Eine Erkältung löst die andere ab und Sie fühlen sich müde und schlapp? Es ist möglich das diesem Zustand ein Vitaminmangel zugrunde liegt. Aber was sind Vitamine eigentlich und worin sind sie enthalten?

Bei der Vielzahl an Vitaminen kann man schon mal den Überblick verlieren. Vitamine haben vielfältige Aufgaben in unserem Körper. Knochen, Blut, Augen, Haut, Nerven und Organe – alle brauchen Vitamine, um zu funktionieren und gesund zu bleiben. Vitamine steuern und beeinflussen biochemische Vorgänge und ermöglichen damit den ungestörten Ablauf vieler Lebensvorgänge.

Vitamine und Ihre Bedeutung

Vitamine sind in der Nahrung enthaltene essenzielle, lebensnotwendige, organische Verbindungen. Der Körper kann sie nicht selbst produzieren, mit Ausnahme von Vitamin D. Dementsprechend müssen sie als solche oder in Form von Provitaminen* mit der Nahrung aufgenommen werde. Ausserdem gehören Sie zu den Wirkstoffen und liefern keine Energie. Dabei wird zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen unterschieden. Der Begriff setzt sich aus „Vita“-Leben und „amin“ – Stickstoffverbindung zusammen.

Einteilung der Vitamine

Es wird zwischen den nur in Verbindung mit Fett verwertbaren Vitaminen und den wasserlöslichen Vitaminen unterschieden.

Fettlösliche Vitamine:  A, E, D, K – werden nur in Verbindung mit Fett verwertet.

Wasserlösliche Vitamine:  C, B- Gruppe, Biotin, Niacin, Folat/ Folsäure, Pantothensäure – können kaum im Körper gespeichert werden.

Aufgaben der Vitamine

Einige Enzyme können nur aufgebaut werden, wenn ausreichend Vitamine vorhanden sind. Ausserdem werden  Enzyme für die Verstoffwechselung der Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate eingesetzt. Das heißt; bei Vitaminmangel wird der Auf- und Abbau von Nährstoffen in den Zellen gestört. Zu dieser Gruppe gehören die B Vitaminen (B1, B2, B6, B12), Biotin und Vitamin K. Vitaminen mit spezifischen Aufgaben kommen nur im Blut, oder in einigen Zellen vor. Dazu gehören die Vitamine A, C, D und E.

In welchen Lebensmitteln sind Vitamine enthalten und welche Funtion haben sie?

Mit der folgenden Übersicht ist es etwas einfacher einen Überblick über Vorkommen und Funktion zu erlangen. Grundsätzlich gilt: Eine ausgewogene, abwechslungreiche Ernährung ist die Basis für ein dauerhaftes Wohlbefinden.

Vitamin A

Vorkommen: Zum Beispiel in Leber, Fisch, Eigelb, Vollmilch und Milchprodukten

Funktion: Zellteilung und Wachstum, Sehkraft, Immunsystem, gesunde Haut, Fortpflanzung

Vitamin D

Vorkommen: wird von UV-Licht erzeugt (80-90%), Fischlebertran, Meeresfische, Innereien, Milch, Käse.

Funktion: Einlagerung von Kalzium und Phosphat in die Knochen, Regulierung des Phosphatstoffwechsel und Kalziumhaushalt

Vitamin E

Vorkommen: Zum Beispiel Pflanzenöle, Gemüse, Nüsse, Vollkornerzeugnisse, Eier.

Funktion: Schützt die Zellen vor freien Radikalen.

Vitamin K

Vorkommen: Grünem Gemüse (Kohl, Kopfsalat, Spinat, Spargel), Leber, Fleisch, Milch.

Funktion: Bildung von verschiedenen Blutgerinnungsfaktoren in der Leber, Bildung von Eiweißen.

Vitamin B1

Vorkommen: Vollkornprodukte, Schweinefleisch, Hülsenfrüchte, Fisch, Leber.

Funktion: Wichtige Steuerfunktionen, wandelt Fette, Alkohol und Kohlenhydrate in Energie um, bedeutsam für den Herzmuskel und Funktion von Nervengewebe, verhindert den Aufbau von giftigen Stoffwechselprodukten.

Vitamin B2

Vorkommen: Fisch, Milch, Milchprodukten, Leber, Hefe, Vollkorn.

Funktion: Unterstützt Umwandlung von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten in Energie, beugt möglicherweise Krebs vor.

Vitamin B6

Vorkommen: Fleisch, Fisch, Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukten und Keimen.

Funktion: Essenziell für das Nervensystem, Immunabwehr und Bildung von Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), Schlüsselvitamin im Eiweißstoffwechsel.

Vitamin B12

Vorkommen: nur in tierischen Lebensmitteln, zum Beispiel Eier, Milch, Quark.

Funktion: Bildung von roten Blutkörperchen und anderer Körperzellen, wesentlicher Bestandteil der Nukleinsäure (DNS) des Zellkerns und des Myelins, Eisenverwertung, Produktion von Acetylcholin (Nervenbotenstoff), Aktivierung von Folsäure.

Vitamin C

Vorkommen: schwarze Johannisbeeren, Sanddornsaft, rotem Paprika, Kohl, Zitrusfrüchte.

Funktion: Unterstützt das Immunsystem, fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln, Erhaltung von bindegewebe du Knochen.

Biotin

Vorkommen: In den meisten Lebensmitteln, wichtige Quellen sind Eier, Milch, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.

Funktion: Nahrung in Energie umwandeln, notwendig für Cholesterin- und Fettstoffwechsel.

Folat/ Folsäure

Vorkommen: grünes Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Tomaten.

Funktion: Teilung und Neubildung von Zellen, verhindert bestimmte Arten von Blutarmut, erforderlich für Synthese von Nukleinsäuren (enthalten Basisinformationen der Erbanlagen).

Niacin

Vorkommen: Leber, Rindfleisch, Schweinefleisch, Huhn, Lachs, Sardinen, Getreide.

Funktion: Energiebildung in den Zellen, Bildung von Neurotransmittern (Überträger von Nervenreizen), gesunde Haut und funktionierende Verdauung.

Pantothensäure

Vorkommen: Ist in vielen Lebensmittel vorhanden, wichtige Quellen; Leber, Eier, Vollkornprodukte, Hering, Steinpilze, Wassermelone, Erdnüsse

Funktion: Universell wirkendes Energievitamin, Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Aminosäuren, Aufbau von Fettsäuren und Hormonen, verbessert Hautfeuchtigkeit.